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THERAPIE

Manuelle Therapie (MT)

Die Manuelle Therapie dient der Befundung und Behandlung des Bewegungsapparats (Knochen, Sehnen, Muskulatur). Sie ermöglicht eine angepasste Behandlung der potenziell schmerzursächlichen Faktoren.
Krankengymnastik (KG)

Krankengymnastik verbessert die allgemeine Leistungsfähigkeit und wirkt unterstützend bei vielen verschiedenen Erkrankungen. Durch Übungen und Beratung wird das Know-How vermittelt, um selbst gegen die Symptome vorgehen zu können.
Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Nach Verletzungen, Operationen oder einer Schädigung des Lymphgefäßsystems kommt es im Körper zu lokalen Flüssigkeitsansammlungen, sogenannten Ödemen. Die manuelle Lymphdrainage hat das Ziel diese Schwellungen zu reduzieren.
Krankengymnastik am Gerät (KGG)

Die Krankengymnastik am Gerät bezeichnet die Übungstherapie unter Zuhilfenahme von therapeutischen Trainingsgeräten. Die KGG kann in einer Gruppe von bis zu drei Patienten unter Aufsicht eines Therapeuten durchgeführt werden.
Krankengymnastik
Zentrales Nervensystem (KG-ZNS)

KG-ZNS wird bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems verordnet und beinhaltet die selben Therapiemechanismen wie die Krankengymnastik. Wir bieten Ihnen im Rahmen der KG-ZNS das PNF, sowie das Bobath Konzept an.
Klassische Massagetherapie (KMT)

Die klassische Massagetherapie kann Muskelverspannungen lösen, die Durchblutung verbessern und so Symptome lindern. Zudem wirkt sie entspannend auf den gesamten Organismus.
Hausbesuch (HB)

Um immobilen Patienten eine Therapieversorgung zu ermöglichen, können Ärzte Verordnungen mit dem Zusatzposten Hausbesuch versehen. Hierdurch ist es dem Patienten möglich, sich die Fahrtkosten des Therapeuten anteilig erstatten zu lassen.
Wärmetherapie (WT/WÄ/FA)

Durch eine Wärmeapplikation wird die Durchblutung im betroffenen Gebiet deutlich gesteigert. Hierdurch werden zum einen Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert, zum anderen soll der Wärmereiz die Schmerzsymptome mindern und die Spannung der Muskulatur verringern.
Schlingentisch (TR)

Der Schlingentisch ist eine therapeutische Maßnahme, bei der einzelne Extremitäten oder der ganze Körper über ein Seilzugsystem aufgehangen werden. Dies soll zur Entlastung und somit zur Schmerzreduktion beitragen.
Elektrotherapie (ET)

Bei der Elektrotherapie wird der zu behandelnde Bereichüber Elektroden an ein Elektrotherapiegerät angeschlossen. Dieses ermöglicht die Applikation einer Vielzahl verschiedener Stromformen, die vorwiegend durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, muskellösend oder muskelerregend wirken sollen.

Präventionskurse

Die Präventionskurse stehen jedem, unabhängig von dessen Krankenversicherung zur Verfügung. Alle hier angebotenen Präventionskurse sind von der Prüfstelle für Prävention nach §20 SGB V zertifiziert.
Dies ermöglicht gesetzlich Versicherten eine anteilige Kostenerstattung. Für nähere Informationen über die Höhe der Kostenerstattung wenden Sie sich bitte an ihre zuständige Krankenkasse.

Die neue Rückenschule
Beschreibung:

Die neue Rückenschule will die Kursteilnehmer zu einem bewegten Lebensstil führen. Das neue Konzept zeigt Möglichkeiten auf, wie individuelle physische und psychosoziale Gesundheitsressourcen besser genutzt werden und nach Beendigung des Kurses weitere gesundheitsfördernde Aktivitäten gefunden und in den Alltag integriert werden können.
Ziele des Kurses:

• Verbesserung der physischen Belastbarkeit
• Verbesserung des Körperbewusstseins
• Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des
   Muskel-Skelettsystems vermindern
• Spaß an Sport und Bewegung erfahren
• Wissen über den eigenen Körper erlangen

Kursmerkmale:
10 Einheiten á 90 Minuten
• einmal wöchentlich
• 5 bis maximal 12 Teilnehmer
• Kursgebühr: 130 €
• für jeden geeignet
10 Einheiten á 60 Minuten
• einmal wöchentlich
• 5 bis maximal 12 Teilnehmer
• Kursgebühr: 90 €
• für Fortgeschrittene
Die Kurse bilden in sich abgeschlossene Gruppen.
Ein Einstieg ist ausschließlich vor Kursbeginn möglich.
Der 60-minütige Kurs richtet sich vorwiegend an fortgeschrittene Teilnehmer mit Erfahrung im Bereich der Rückenschule, da hierbei der wissensvermittelnde Anteil des Kurses geringer ist.
Der 90-minütige Kurs ist für alle Leistungsniveaus geeignet.

Voraussetzungen:

• Mindestalter 18 Jahre
• Keine akuten Krankheiten / Schmerzzustände
• Selbstständiges Ablegen / Aufstehen vom Boden, sowie kurzzeitiges Knien ist   erforderlich

Autogenes Training
Beschreibung:

Durch das Autogene Training (AT) besteht die Möglichkeit, körperliche und seelische Entspannung hervorzurufen. Teilnehmer erfahren durch aufbauendes üben, die gefühlsmäßige und körperliche Ebene mit Autosuggestionen zu verbinden. Die Körperwahrnehmung wird hierzu auf Zustandsveränderungen in den Organfunktionen gerichtet. Der Zugang zum Unterbewusstsein (unwillkürliches Nervensystem) wird erreicht, indem man bestimmte Formeln als Aufforderung an das Unterbewusstsein richtet. Dadurch werden Körperfunktionen verändert und führen eine innere Ruhe herbei.
Teilnehmer erfahren durch aufbauendes Üben die grundlegenden Kompetenzen zur Durchführung Ihrer eigenen Übungen im AT. Der praktische und theoretische Kontext des ATs sowie über Empfindungen zu besprechen sind wesentliche Inhalte des Gruppenkurses.
Ziele des Kurses:

• Erlangen von Wissen über Entspannung, Ruhe, Erholung und Abwechselung als   Belastungsausgleich erlangen
• Reduzieren und Vorbeugen von physischen und psychischen Spannungszuständen
• Fähigkeit erlernen Entspannung aktiv einzuleiten
Kursmerkmale:
8 Einheiten á 90 Minuten
• einmal wöchentlich
• 5 bis maximal 12 Teilnehmer
• Kursgebühr: 130 €
• für jeden geeignet
Voraussetzungen:

• Mindestalter 18 Jahre
• Keine akuten körperlichen oder psychischen Erkrankungen
• Selbstständiges Ablegen / Aufstehen vom Boden möglich

Nordic Walking
Beschreibung:

Sie erlernen die Nordic Walking Technik und werden an ein gleichermaßen sanftes wie wirksames Training mit den Stöcken herangeführt. Nach dem Kurs wissen Sie, wie Sie Nordic Walking Stöcke als universelles Trainingsgerät einsetzen können, welches zu viel mehr taugt als nur hinterhergetragen zu werden. In sechs Schritten führen wir Sie an die Nordic Walking Technik heran, um dann trainingswirksame und gesundheitsfördernde Einheiten mit Ihnen durchzuführen.
Ziele des Kurses:

• Verbesserung der motorischen Fähigkeiten wie Kraft, Koordination, Ausdauer und   Gleichgewicht
• Erlernen der korrekten Nordic Walking Technik
• Stärkung physischer Gesundheitsressourcen
• Gesundheitssportliche Aktivität aufbauen
• Verminderung von Risikofaktoren
Kursmerkmale:
1 Einheit á 90 Minuten (erste Einheit)
10 Einheiten á 75 Minuten

• einmal wöchentlich
• 5 bis maximal 12 Teilnehmer
• Kursgebühr: 115 €
• für jedes Niveau geeignet
1 Einheit á 90 Minuten (erste Einheit)
7 Einheiten á 75 Minuten

• einmal wöchentlich
• 5 bis maximal 12 Teilnehmer
• Kursgebühr: 90 €
• für Fortgeschrittene geeignet
Voraussetzungen:

• Mindestens 18 Jahre alt
• Keine akuten Krankheiten / Schmerzzustände
• Schmerzfreie Gehzeit von mindestens 45 Minuten

Schwindel- und Gleichgewichtstherapie
Allgemeines:

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können Alltag und Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Die Sturzgefahr ist erhöht und häufig reduziert sich die körperliche Leistungsfähigkeit im Laufe der Erkrankung, da körperliche Aktivität aufgrund von Sturzangst oder Unwohlsein vermieden wird.
Mögliche Ursachen:

Die Ursachen von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sind vielfältig. Diese entstehen, wenn der Körper nicht zueinander passende Bewegungsinformationen zwischen Augen, Hals-/Nackensensoren, Gleichgewichtsorgan und Gehirn verarbeiten muss. Zugrundeliegende Erkrankungen betreffen meist folgende Bereiche:
• Nervensystem (z.B. Entzündungen, Unterversorgung)
• Gleichgewichtsorgan ( z.B. Lagerungsschwindel, M. Meniere)
• Gefäßsystem (z.B. Blutdruckabfall)
Ebenso kann Schwindel bei Problemen im Schulter und Nackenbereich (z.B. nach einem Schleudertrauma), in Kombination mit Migräne (häufig auch ohne Kopfschmerzen), nach Kopfverletzungen, aufgrund psychischer Erkrankungen oder als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können auch die Folge von zu wenig Bewegung im Alltag sein. Werden die Muskeln, Gelenke und das Gleichgewichtssystem wenig benutzt, werden diese schwächer und Schwindel oder Unsicherheit kann bereits bei leichter körperlicher Anstrengung, sowie bei schnelleren Bewegungen oder an Orten mit vielen Menschen - wie zum Beispiel im Straßenverkehr - auftreten.
Obwohl Schwindel nicht die Folge einer schwerwiegenden Erkrankung sein muss, ist dies unbedingt ärztlich auszuschließen.
Das Gleichgewichtsorgan:
Allgemeiner Aufbau:
Das Gleichgewichtsorgan liegt in einem das Innenohr umgebenden Schädelknochen (Felsenbein). Durch Bewegung von Sinneshaarzellen gegenüber Flüssigkeit werden dort in drei unterschiedlich ausgerichteten Röhrchen (Bogengänge) Bewegungen wahrgenommen, an die Gleichgewichtszentren im Gehirn weitergeleitet, dort interpretiert und durch Aktivierung oder Hemmung bestimmter Muskeln im Körper beantwortet.
Gleichgewichtsreaktionen:
Wenn wir das Gleichgewicht verlieren, machen wir einen Ausfallschritt. Wir sind in der Lage dazu Beschleunigungen wahrzunehmen und unsere Augenbewegungen dabei dennoch so zu stabilisieren, dass wir ein ruhiges Bild erhalten.
(Vergleich: Bildstabilisation bei der Videokamera).
Erkrankungen:
Ist diese Regulation durch eine Erkrankung des Gleichgewichtssystems gestört, empfinden wir Schwindel, Gangunsicherheit oder haben Schwierigkeiten, ein ausbalanciertes/ruhiges Sehbild zu erstellen.
Therapieansatz:
Durch die Stimulierung des Gleichgewichtssystems ist dieses ebenso wie die Muskulatur trainierbar. Je öfter man sich in Situationen begibt, welche das Gleichgewicht fordern, umso stabiler wird dieses im Laufe der Zeit durch das Training. Situationen, die untrainiert Schwindel und Unsicherheit auslösen, lösen im trainierten Zustand weniger oder keine Symptome mehr aus. Physiotherapeutische Maßnahmen gestalten sich als spezielle Trainings- und Bewegungstherapien, mit dem Ziel die geschwächten Komponenten des Gleichgewichtssystems zu stärken.

Der Lagerungsschwindel:
Sie haben kurze, heftige Drehschwindelattacken beim Hinlegen oder bei der Aufrichtung? Dann könnte der Grund dafür ein gutartiger Lagerungsschwindel sein. Für Betroffene ist ein Lagerungsschwindel meist eine extrem unangenehme Erfahrung. Ohne voriger Anzeichen herrscht plötzlich absolutes Chaos. Ein Drehschwindel, häufig von Erbrechen und Schweißausbrüchen begleitet, macht dabei bestimmte Kopfbewegungen und Lagewechsel zur Tortur.

Ursache:
Der gutartige Lagerungsschwindel hat seine Ursache im Gleichgewichtsorgan, genauer in den Bogengängen, welche sich im Innenohr befinden. Dort kann es beim Ablösen von Kalziumkarbonatkristallen (Otolithen) zu Fehlinformationen kommen, da sich die Kristalle bei Bewegungen anders verhalten als die ebenfalls in den Bogengängen lagernde Flüssigkeit, welche eigentlich diese Bewegungsinformation verursacht. Diese Fehlinformationen verursachen ein falsches “Bild” der tatsächlich stattfindenden Bewegung. In Folge davon, empfinden Betroffene starken Schwindel beim Umlagern oder bei Bewegungen des Kopfes. Nach maximal einer Minute, wenn die Kristalle sich nicht mehr weiter bewegen, beruhigt sich der Schwindel wieder.

Therapie:
Die Therapie des gutartigen Lagerungsschwindels besteht aus speziellen Bewegungsabfolgen für den Kopf, den Lagerungsmanövern, und einem anschließenden Training des Gleichgewichtsorgans, der vestibulären Reha. Durch die Lagerungsmanöver werden die irritierenden Kristalle aus dem betroffenen Bogengang ausgeschwemmt, so dass diese dort nicht mehr zu Irritationen führen können. Um langfristig möglichst gute Ergebnisse zu erzielen, sollte anschließend eine vestibuläre Reha absolviert werden. Diese umfasst spezielle Gleichgewichtsübungen, welche ein optimales Zusammenarbeiten der Gleichgewichtssysteme trainieren. Die Lagerungsmanöver sollten von einem Spezialisten durchgeführt werden. In der Regel ist das der Hals-Nasen-Ohrenarzt, der Neurologe, speziell ausgebildete Physiotherapeuten oder Allgemeinmediziner, welche sich mit dem Krankheitsbild auseinandergesetzt haben. Werden diese korrekt ausgeführt, ist der Patient danach im Optimalfall schwindelfrei. Die vestibuläre Reha findet im Anschluss über wenige Wochen statt und wird meist von einem Physiotherapeuten begleitet. Auch ohne einer Therapie verliert sich der Lagerungsschwindel in der Regel innerhalb weniger Wochen von alleine. Die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs, einer erneuten Krankheitsepisode, ist dadurch allerdings deutlich höher als bei der Therapie mittels Lagerungsmanöver.

Betroffene:
Der gutartige Lagerungsschwindel ist die häufigste Schwindelform und kann jeden betreffen. Allerdings tritt er häufiger bei älteren Menschen, nach Kopf- und Nackenverletzungen und bei Menschen mit Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans ( M.Meniere, Neuritis vestibularis) auf.
In Folge eines Lagerungsschwindels ist das Risiko einer weiteren Episode grundsätzlich erhöht.

Zusammenfassung:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der gutartige Lagerungsschwindel trotz seiner heftigen Attacken eine relativ einfach zu behandelnde Erkrankung ist. Wer schnell beim Spezialisten landet, kann in kurzer Zeit schwindelfrei sein! Aus einem anderen, schwindelfreien, Blickwinkel betrachtet, bietet der gutartige Lagerungsschwindel eine hoffentlich einmalige Erfahrung, wie sensibel und akkurat unser Gleichgewichtsorgan arbeitet und wie groß dessen Anteil an unserem täglichen Befinden und Empfinden eigentlich ist.

Das Zusammenspiel aus Schwindel und Verspannungen:
Dabei muss man zuerst feststellen, dass Schwindel, sowie Verspannungen Symptome sind. Das heißt, beides sind die Folgen bzw. die Auswirkungen einer übergeordneten Problematik. Trotzdem können sich beide Symptome gegenseitig beeinflussen. Man sieht, dieses Thema bietet mehr, als man oberflächlich betrachtet annehmen könnte. Schwindel und das Gefühl von Verspannungen, evtl. in Verbindung mit Nackenschmerzen, ist eine häufig vorkommende Kombination von Symptomen. Dabei stellt sich häufig die Frage, ob der Schwindel von den Verspannungen ausgelöst wird oder ob der Schwindel erst zu den Verspannungen geführt hat. Eine andere Möglichkeit für das Auslösen dieser Beschwerden wäre, dass eine übergeordnete Erkrankung oder Fehlregulation des Gleichgewichtssystems einerseits Schwindel auslöst und unabhängig davon zusätzlich Verspannungen bzw. Nackenbeschwerden verursacht. Bei einem Schleudertrauma oder Gehirnerschütterungen treten beispielsweise beide Symptome häufig zeitgleich auf, sind aber nicht unbedingt ursächlich für einander verantwortlich. Natürlich können in diesem Fall im Krankheitsverlauf ebenso wieder der Schwindel die Verspannungen beeinflussen und umgekehrt die Verspannungen den Schwindel. Verspannungen für einen bestehenden Schwindel schuldig zu sprechen ist nicht immer korrekt.
In jüngeren wissenschaftlichen Untersuchungen nimmt der Anteil an Schwindel, welcher durch Verspannungen oder Halswirbelsäulenbeschwerden ausgelöst wird, zunehmend ab. Man geht davon aus, dass bei gerade einmal zehn Prozent aller Schwindelpatienten Verspannungen oder HWS Beschwerden für den Schwindel verantwortlich sind.

Was ist Schwindel?

Schwindel ist die Folge von nicht optimal synchronisierten, oder fehlerhaften Gleichgewichtsinformationen. Informationen aus dem Schulter-Nacken-Bereich (Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder) liefern, zusätzlich zum Gleichgewichtsorgan und dem Nervensystem, einen Teil dieser Informationen.

Was ist eine Verspannung?


Eine Verspannung ist eine unangenehme Empfindung in einem bestimmten Körperbereich. Da Muskeln eine Spannung aufbauen können, schreibt man dieses Gefühl gerne bestimmter Muskeln zu. Bei Untersuchungen musste man allerdings feststellen, dass das Gefühl einer Verspannung nicht unbedingt mit einer tatsächlich höheren Spannung im Muskel einhergeht. Das Gefühl einer Verspannung ist häufig eher auf eine erhöhte Empfindlichkeit im entsprechenden Bereich zurückzuführen.


Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans/ Beispiel Lagerungsschwindel

Beim gutartigen Lagerungsschwindel wird der Schwindel durch Lageveränderungen des Körpers oder Kopfbewegungen ausgelöst. In Folge dessen, werden Kopfbewegungen durch eine überaktive Halsmuskulatur unterbewusst vermieden. Diese Überaktivität/ Reizung kann in Folge der ungewohnten Belastung als Verspannung wahrgenommen werden.

Bewegungsarmut/Einseitige Überlastung des Schulter Nacken Bereiches

Wer kennt das nicht, ein Tag vor dem PC, bei der Schreibtischarbeit oder bei anderen einseitigen Tätigkeiten und schon schleicht sich ein unangenehmes ziehen, brennen oder verkrampftes Gefühl in die Nackenregion ein. Vor allem, wenn man diese Arbeitshaltung nicht gewohnt ist oder wenn ein aktiver Ausgleich in der Freizeit fehlt, können einseitige Haltungen sehr unangenehm werden. Eine weitere Ursache für Verspannungen können orthopädische Beschwerden der Schulter- oder Nackenregion sein. Bewusst oder unbewusst werden Bewegungen, aus Angst oder mit dem Ziel der Schonung bestimmter Bereiche, vermieden. Häufig führen diese Umstände zu Verspannung im Schulter-Nacken-Bereich. Grund dafür ist meist eine Überlastung der Strukturen. Auch diese Beschwerden können zu Schwindel führen. In diesen Fällen hilft die Behandlung der orthopädischen Beschwerden beziehungsweise ein regelmäßiges Krafttraining der Schulter-Nacken-Muskulatur um für Bewegungsvielfalt im Alltag und für mehr Widerstandsfähigkeit der betroffenen Muskeln zu sorgen.

Störungen der Haltungs- und Bewegungsrezeptoren /Beispiel Schleudertrauma

Beim Schleudertrauma geht man davon aus, dass die Ursache für die Beschwerden kleine Verletzungen der Gelenkkapseln der Halswirbelsäulengelenke sind. Ein Schleudertrauma ist die Folge eines ruckartigen Bewegens bzw. Schleudern des Kopfes. Häufig ausgelöst durch Auto- oder Sportunfälle. Durch die Verletzung werden Rezeptoren in der Gelenkkapsel, welche Informationen über Haltung und Bewegung erkennen, irritiert. Durch die Irritation können diese Rezeptoren fehlerhafte oder ungenaue Informationen liefern, was dazu führt, dass die Gleichgewichtsinformationen aus dem Nackenbereich, dem Gleichgewichtsorgan und dem Nervensystem kein einheitliches “Bild” ergeben. Die Folge davon ist Schwindel. Die höhere Muskelspannung hat in diesem Fall eventuell die Aufgabe Bewegungen und Reizungen der verletzten Region zu verringern, um die Heilung nicht zu gefährden. Schwindel und Verspannung treten hier häufig parallel auf, sind aber nicht unbedingt für einander verantwortlich. Können sich aber natürlich im Krankheitsverlauf auch wieder Gegenseitig beeinflussen.

Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen oder Reizungen von Gefäßen im Nackenbereich können ebenfalls zu Schwindel und Verspannungen führen.
Ursächlich können hier einerseits einseitige Haltungen, mechanischer Druck von Aussen oder Innen (höhere Muskelspannung oder anatomisch bedingte Engstellen) oder Verletzungen der Gefäße sein.

Weitere Ursachen


Weitere Ursachen, welche Schwindel und zeitgleich Verspannungen auslösen können, wären zum Beispiel:
Schlafmangel, Migräne, psychische oder neurologische Erkrankungen oder als Nebenwirkungen von Medikamenten kann Schwindel oder auch Verspannungen auftreten. Ob dabei ein Symptom der Auslöser für das Andere ist, oder ob die übergeordnete Problematik beide Symptome isoliert verursach;t ist nicht immer klar zu definieren. Beide Symptome sollten sich allerdings mit der Behandlung der Grundproblematik zurückbilden.

Was tun?

Schwindel sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Der Spezialist für Schwindel ist in der Regel der Neurologe bzw. der HNO-Arzt. Nach der Diagnosestellung kann entsprechend der Erkrankung mit der Physiotherapie begonnen werden. Hier empfiehlt es sich, einen auf Schwindel spezialisierten Therapeuten aufzusuchen. Sollten die Verspannungen durch einseitige Arbeitshaltung oder fehlende Bewegungsvielfalt entstanden sein, ist häufig ein Krafttraining der betroffenen Bereiche zielführend.

Fazit

Schwindel und Verspannungen sind häufig gemeinsam auftretende Symptome. Nicht immer ist das eine für das andere verantwortlich. Die Therapie der Ursache hilft Symptome zu verringern oder zu beseitigen.


McKenzie
Allgemeines:

McKenzie, auch als MDT (Mechanische Diagnose und Therapie) bekannt, wurde von dem neuseeländischen Physiotherapeuten Robin McKenzie entwickelt und 1981 veröffentlicht. Es handelt sich um eine Hands-Off Therapie, die mittlerweile international gelehrt wird.
Hauptmerkmale:

• Das Aufteilen der Syndrome in 4 Subgruppen:   Derangement, Haltungssyndrom, Dysfunktion und Anderes.
• Die Zentralisation, womit gemeint ist, dass Schmerzen, die in   eine Extremität ausstrahlen, sich wieder zurückziehen und sich körpernah   lokalisieren, dabei aber an Intensität gewinnen
• Die Richtungspräferenz
• Die Selbstbehandlung und Patientenaufklärung
• Die Steigerung der Bewegungsrichtung und das Trainieren der Gegenbewegung

Wichtig ist, dass der Patient sich selbst helfen kann und es somit zu keiner Abhängigkeit vom Therapeuten kommt.
Derangement:
Das Derangement kommt häufig an der Wirbelsäule vor und geht immer mit einer Richtungspräferenz einher. Daher spricht man von einer bewegbaren Struktur, beispielsweise der Bandscheibe an der Wirbelsäule oder einer eingeklemmten Schleimhautfalte am Knie (Plicasyndrom).
Dysfunktion:
Die Dysfunktion wird in eine Kontraktile (weichteilbehaftete-) und in eine Artikuläre (gelenkbeiteiligte) eingeteilt. Man spricht von einem On/Off- Schmerz und von einem pain during motion – ein Schmerz während der Bewegung und einem endrange pain – ein Schmerz am Ende der Bewegung. Außerdem ist bei einer artikulären Problematik ein Bewegungsdefizit Voraussetzung.
Haltungssyndrom:
Bei dem Haltungssyndrom handelt es sich um keine krankhaften Veränderungen, sondern um Schmerzen, die aus zu langem Verharren in einer Position resultieren.
Andere:
Andere gehören nicht zu den Eigenschaften der drei oben genannten.
Weitere Prinzipien:

Wichtig ist für die eingeschlagene Bewegungsrichtung, dass sie entweder den Schmerz verbessert und/oder die eingeschränkte Beweglichkeit vergrößert. Bei radikulären (ausstrahlenden) Symptomen ist es relevant, dass diese sich zentralisieren und nicht weiter körperfern ausstrahlen. Solange die Symptome sich nicht verschlechtern, wird die Therapieintensität gesteigert.

Maitland
Das Maitland® Konzept ist ein Konzept der Manuellen Therapie zur Befundaufnahme und Behandlung von Funktionsstörungen im Gelenk-, Muskel-, und Nervensystem. Die Anwendungen der Techniken im Maitland® Konzept basieren auf der ständigen Überprüfung der angenommenen Hypothesen zur Ursache der Beschwerden (Clinical Reasoning).
Die Besonderheit des Konzeptes liegt in der Grundlegenden individuellen und angepassten Befunderhebung und darauf basierenden Behandlung der Patienten nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Das Konzept umfasst sowohl Formen der passiven Therapie, wie Gelenktechniken, Muskeldehnungen oder Nervenmobilisationen, als auch aktive Maßnahmen und Heimprogramme. Somit wird eine bestmögliche Therapie gewährleistet.
(Quelle: www.imta.ch/de/maitland-konzept)

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